Freitag, 1. November 2013

BEWERBUNGSCASTING BEI HOLLISTER

Hej, meine Lieben! :)
Ich sitze gerade auf meinem Bett, esse Pizza und schaue Fluch der Karibik. Heute hatte ich einen wirklich anstrengenden Nachmittag.
Ungefähr 3,5 Stunden war ich in der Stadt unterwegs und habe nach verschiedenen Nebenjobs gefragt. Ein sicheres Ergebnis gibt es noch nicht. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr :)

Am interessantesten für euch ist vielleicht mein "Auftritt" bei Hollister gewesen. Dazu habe ich jedenfalls eine Menge an Infos, die ich euch nicht vorenthalten kann.
Meine Meinung zu Hollister war nie weder sonderlich gut, noch sonderlich schlecht. Doch man hört von allen Seiten, dass es dort sehr oberflächlich hergehen soll. Trotzdem sind die Jobs dort wahnsinnig begehrt. Ich bin dort jedoch ohne sonderliche Erwartungen hingegangen, denn ich will ja einfach nur arbeiten. Vorzugsweise eben in einem Modegeschäft. Ich hatte demzufolge keine Ahnung, was mich dort erwarten würde.
Als ich dort ankam, wandte ich mich an eine Angestellte, die mir dann sagte, dass es zwei Mal die Woche "Gruppeninterviews" gäbe. Zu meinem Glück fand eines davon heute statt. Bis da hin musste ich mir lediglich noch ein wenig die Zeit vertreiben. Ich habe mich dann einfach in anderen Geschäften nach Jobs erkundigt.
Später wurden wir dann in einen Extraraum geführt. Dort saß ich dann mit sieben anderen (ausnahmslos wirklich hübschen und jungen) Bewerbern zusammen. Dann begannen uns zwei Mitarbeiterinnen Fragen zu stellen. Fragen, die auf mich teilweise wirklich sehr seltsam wirkten. Wir wurden beispielsweise gefragt, ob wir unsere Freizeit lieber alleine oder mit Freunden verbringen. Es gab einfach ein paar Fragen, deren wirklicher Sinn und Zweck mir unklar schien. Überhaupt kam mir die Stimmung während dieses "Interviews" sehr seltsam vor.
Schmunzeln musste ich innerlich auch als ich las, dass der Job der Kassierer/Verkäufer dort als "Model" oder der Job im Lager als "Impact" bezeichnet wird.
Es wirkte alles einfach schrecklich oberflächlich und gekünstelt. Dies bestätigte sich dann noch mehr als man uns in einem übertrieben freundlichen Ton dann den "Dress-Code" vortrug. Keine Piercings, kein auffälliger Schmuck, keine "eigenen" Klamotten, keine unnatürlichen Haarfarben (sichtbarer Ansatz etc.), kein auffälliger Nagellack, nur dezentes Make-up und so weiter...
Da begann ich innerlich die Flucht ergreifen zu wollen. Ich fragte mich teilweise ob ich jetzt in einer Edel-Boutique oder in einem Luxushotel anfangen soll zu arbeiten. Klar ist ein gepflegtes Aussehen wichtig. Auf mein Piercing würde ich für meinen Nebenjob wirklich noch verzichten. Aber wo ist der Sinn, wenn es in dem Laden doch ohnehin nahezu "stockdunkel" ist? Überhaupt hat man gemerkt, dass dort ein klares Konzept verfolgt wird. Doch auf mich wirkte es, als wollte man mir etwas aufzwingen. Ich habe schnell festgestellt: Das bin nicht ich.
Doch nachdem der Dress-Code innerlich bei mir schon für Kopfschütteln sorgte, staunte ich auch nicht schlecht, als man meinte, dass man nun von jedem einzelnen von uns noch ein Foto macht. Mein einziger Gedanke war in dem Augenblick wirklich: "So unnötig oberflächlich!" Schlimmer war jedoch noch, dass wir dafür extra ein Top von Hollister anziehen mussten (welches mir ungefähr zwei bis drei Nummern zu groß war) und ich sogar dafür schon mein Piercing und meine Armbanduhr ablegen sollte. Ich war wirklich froh als der ganze Zirkus vorbei war...
Mir war von vornherein schon bewusst, dass Hollister... Nennen wir es mal "verschärft" auf das Aussehen der Mitarbeiter achtet. Doch jetzt bin ich regelrecht empört über so viel Oberflächlichkeit, die man hinter "Zusammengehörigkeit" und dergleichen zu verstecken versucht...

Kommentare:

  1. Haha, wir haben erst heute über Hollister und seine Sinnlosigkeit in einer Freistunde gesprochen. Der stockfinstere Laden, die viel zu laute Musik, die Verkäufer die "super hipp und cool" sind...
    Schön, dass wir nicht einfach nur zu voreingenommen waren und du ähnliches berichten kannst (:

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  2. Eine Freundin von mir hat auch bei Hollister gearbeitet. Sie meinte sie haben dort extra ein Sportprogramm für zu Hause bekommen und sie ist dadurch viel zu dünn geworden, was echt nicht mehr schön ist.
    Ich finde das die sowas als Nebenjob nicht machen dürfen.

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  3. das ist ja wirklich krass. habe mir sowas in die richtung aber schon gedacht. finde das echt schade, dass so eine große marke mit solchen mitteln spielt, um kunden anzulocken.

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  4. Sehr interessanter Beitrag! Ist ja echt seltsam, dass es da so abgeht. Also das hätte ich so extrem jetzt doch nicht vermutet. Aber gut, letztendlich bleibt das ja jedem selbst überlassen, ob man dort arbeiten will oder nicht unter diesen Bedingungen. Abgesehen davon, dass die mich aufgrund meiner Figur niemals nehmen würden, würde ich da auch nicht arbeiten wollen. Aber da kommt mir der Gedanke dass das ja eigentlich Diskriminierung ist. Ich mein, rein theoretisch dürften die ja niemanden ablehnen nur weil er ein paar Kilos zu viel hat. Hmm...

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