Mittwoch, 30. Dezember 2015

MEIN LEBENSLAUF

Mir kam schon vor einiger Zeit mal in den Sinn nochmals ein bisschen genauer zu erklären wie es denn dazu kam, dass ich mein Studium an den Nagel hing und was mich dazu bewegt hat gewisse Entscheidungen zu treffen.
Es gibt eine sehr hübsche, talentierte Bloggerin, der es sehr ähnlich geht wie mir, habe ich festgestellt. Nämlich die Victoria. Auch sie hat schon davon berichtet, wie es in ihrem Leben zu wesentlichen Veränderungen kam.
Ich will euch noch nun mal zeigen, dass Mut zur Veränderung sich meistens wirklich auszahlt.

Grundschulzeit

Meine Grundschulzeit finde ich aus heutiger Sicht betrachtet eigentlich gar nicht so toll. Gleiches gilt übrigens auch für meine Kindergartenzeit (den Kindergarten habe ich regelrecht gehasst!).
Ich war in der Grundschule ziemlich gut und hatte in eigentlich allen Fächern eine 1 oder 2 (außer im Schwimmunterricht, den fand ich schrecklich). Ich hatte nur recht wenige Freunde, zumindest fühlt es sich aus heutiger Sicht so an und weiß noch, dass ich ziemlich viel gehänselt wurde. Damals empfand ich das alles irgendwie als gar nicht so schlimm. Heute bleiben mir allerdings nicht so viele schöne Erinnerungen aus dieser Zeit.

Gymnasium + AbiZeit

Ab der 5. Klasse ging ich dann auf's Gymnasium. Die ersten drei Jahre dort waren auch nicht unbedingt schön. Ich brachte aber nach wie vor gute Noten nach Hause. Schule fiel mir insgesamt einfch wohl nie so wirklich schwer.
Für meine Brille und Zahnspange gab es aber weiterhin Hänseleien. Ab der 8. Klasse wurde es dann besser und ich verstand mich hauptsächlich mit den Jungs aus meiner Klasse sehr gut. Das blieb auch bis zum Abitur so. Eine beste Freundin hatte ich zu der Zeit nicht.
Besonders schön fand ich die Oberstufe (also die letzten beiden Jahre, 11. und 12. Klasse). Diese Zeit vermisse ich manchmal wirklich noch heute. Leider ist der Kontakt zu den Leuten fast gänzlich abgebrochen. Zur AbiZeit habe ich übrigens auch mit meinem Blog angefangen. Ich glaube, die Leute aus meiner Schule wissen bis auf wenige Ausnahmen bis heute nichts wirklich davon.



2 Semester Jura

Zu meiner Schulzeit hatte ich etwa 100 Ideen, was ich später gern mal machen würde. Doch kurz vorm Schulabschluss war ich dann doch echt planlos und suchte mir Hilfe bei der Berufsberatung. Dort riet man mir (aufgrund meines guten Zeugnisses) zum Jura-Studium. Ich hatte irgendwie von Anfang an Zweifel, ob ich das packen könnte. So wirklich etwas drunter vorstellen, konnte ich mir nicht. Aber die Aussicht auf einen guten Job reizte mich.
Das Studium brach mir im Punkt "Öffentliches Recht" das Genick, da ich mich einfach nicht mit den politischen Inhalten identifizieren konnte und mir das Lernen da unglaublich schwer fiel. Ich bin dann auch durch eine Prüfung gefallen, was mich sehr demotivierte, obwohl ich wusste, dass ich Eine von Vielen war. Ich entschloss mich dann relativ schnell zu wechseln, weil ich keine Zeit verlieren wollte. Trotzdem habe ich viele nützliche Dinge gelernt, die ich auch heute noch in meinem neuen Beruf anwenden kann.



2 Semester Lehramt

Ich entschied mich dann für ein Lehramtsstudium für Gymnasiallehramt. In der Schule hatte ich bereits mehrere Praktika an Grundschulen absolviert und fand den Beruf als Lehrer toll.
Meine beiden Fächer waren Englisch und Philosophie. Schon in der Schule war Englisch mein bestes Fach. Doch das Studium ruinierte mir den Spaß an der Sprache komplett. Wir mussten total trockene, veraltete und komplizierte Literatur lesen und es wurde stets Perfektion gefordert. Ununterbrochen wurde geübt, wie man einen Laut korrekt im Mund erzeugt und es wurde erläutert wie er genau entsteht. Auch die Lautschrift mussten wir auswendig lernen. Ich empfand das Englisch-Studium im Nachhinein betrachtet wirklich viel trockener als das Jura-Studium!
Das Philosophie-Studium hat mir hingegen eigentlich immer Spaß gemacht und ich fand die Dozenten einfach klasse!
Trotzdem konnte ich nie erkennen, was das alles denn mit Lehramt zu tun hat und war einfach nur enttäuscht. Selbst die Dozenten fanden es bedauerlich und meinten immer, dass man die erste Zeit genau so gut "Englische Kultur & Literatur" studieren könnte.
Teilweise war es sogar so schlimm, dass ich nicht mal mehr Lust hatte englische Musik zu hören oder Filme auf Englisch zu sehen.

Ausbildung zur Handelsfachwirtin

Dann gab es für mich eine 180°-Wendung, denn das Studentenleben hatte ich satt. Für mich war es eine schwere Zeit, denn es galt eine schwere Entscheidung zu treffen. Durch eine Freundin bin ich dann an diese Aus- und Fortbildungsstelle gekommen. Wer möchte, kann sich ja selbst ein wenig über diese Ausbildung informieren oder mich direkt fragen, sonst wird es hier zu ausschweifend :)
Ich hab im ersten Moment jedoch echt gedacht: "Oh Gott, das klingt nach BWL! Und Rechnen! Das kann doch nichts für mich sein."
Aber meine Freundin machte mir Mut und ich war mir plötzlich so sicher, dass ich das machen will und schaffen kann! Jetzt arbeite ich, verdiene mein eigenes Geld und finde das, was ich lerne total interessant. Der Unterricht in einer kleineren Gruppe ist für mich außerdem angenehmer als einer von fünfhundert zu sein.
Heute ist die Hälfte der 3-jährigen Ausbildung schon geschafft und ich habe in wenigen Tagen schon eine Ausbildung in der Tasche. Ich weiß für mich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Ich will euch einfach ermutigen gewisse Schritte einfach wirklich in die Tat umzusetzen. Denn es bringt gar nichts, wenn ihr in eurer Situation einfach nur unzufrieden seid. Am Ende wird sich immer ein Weg finden, ganz gleich, was andere Menschen von eurer Entscheidung halten.

Kommentare:

  1. Ich mag deinen Bericht sehr. Da will ich natürlich meinen Kommentar auch dazu abgeben. Zunächst Hut ab das du dich an ein Jurastudium herangewgt hast. ich habe zwar keine Erfahrung damit, aber ijn Erzählungen hört man ja immer, dass das Studium ziemlich trocken sein kann... ich finde es gut, das du dich dazu entschlossen hast, eine Ausbildung zu machen, sttat dich weiter durchs Studium zu quälen.
    Bei mir war es so, das ich direkt nach der Schule eine Ausbildung angefangen habe. 3 jahre waren ruck zuck vorbei und die Internatszeit war im Nachhinein echt toll ^_^ Danach ging ich für gut 2 Jahre arbeiten, verspürte aber den Wunsch, eine Weiterbildung zu machen. Ich fand tatsächlich etwas (hauswirt. Betriebswirtin), allerdings waren in der geplanten Klasse nur (!) 3 Schüler, wesshalb die Weiterbildung nicht stattfand. Mein Ziel, die Fachhochschulreife nachzuholen und irgendwas mit Ernährung studieren zu wollen, platzte damit. Vorerst. Denn ich fand einen Platz an der Fachoberschule. Allerdings war das Lernniveau verdammt hart. Ich schrieb in Mathe/Chemie NUR schlechte Noten, mit den anderen Fächern kam ich halbwegs zurecht. Ich brach trotzdem die FOS ab, sonst wär ich durchgedreht.
    Mein Glück war, das ich bei meiner Praktikumsstelle die wir während der FOS-Zeit tätigten, eine feste Arbeitsstelle ergattern konnte.
    Jetzt verdiene ich mein eigenes Geld und bin dankbar dafür, auch das ich mir eine eigene Wohnung leisten kann.

    Ich finde es gut, das es Möglichkeiten gibt, das Abi etc. nachzuholen.
    Ich bin jedoch der Meinung, es eignet sich das nur für diejenigen, die in der Schule "zu faul" waren, aber hohes Potenzial hatten, und statt zu lernen erstmal arbeiten wollten und vorzeitig die Schule beendet hatten (solche Kandidaten hatten wir in der FOS-Klasse auch).
    Ich denke, auch mit einer abgeschlossene Ausbildung oder einer Arbeitsstelle kann man glücklich sein, ohne das man studiert haben muss. ich finds schrecklich, wenn die Gesellschaft verlangt, du musst studieren, um was zu erreichen.

    Liebe Grüße,
    Kaji ♥ Rain Birds

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    1. Ja, da hast du vollkommen Recht.
      Ich glaube aber, dass sich dieses Bild so ganz langsam wieder wandelt. Heute beendet nur etwa jeder 5. sein Studium, der Rest bricht vorher ab.
      Und es herrscht momentan ein Fachkräftemangel, weshalb es viele gute, freie Ausbildungsstellen gibt aber die guten Leute fehlen leider oft...

      Ich fühle mich jetzt, wo ich arbeiten gehe, auch deutlich unabhängiger und bin froh diesen Einstieg ins Berufsleben getätigt zu haben.

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  2. Hey, lovely blog!
    Wanna follow each other??

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    Waiting for you darling!!

    xxx

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